Naturnahes Gärtnern

Telweise wilde Karde, auf der ein Falter Nektar aufnimmt.
Marcus Weyh


Petra Schünke vom NaturGarten e.V. hält einen bildreichen Vortrag mit vielen weiteren Details und Praxistipps zum naturnahen Gärtnern. In Hamburg berät sie für Moin StadtNatur bei der Anlage von Naturgärten.

Naturgärten – ein Netzwerk fürs Leben

Der Trend zum naturnahen Gärtnern ist seit Jahren ungebrochen. Aber wie genau schaffen wir mehr Artenvielfalt in Gärten und öffentlichem Grün? 

Kurz gesagt: Ein Naturgarten unterscheidet sich von einem herkömmlichen Garten durch drei zentrale Prinzipien:

1. Einheimische Wildpflanzen: Durch deren bevorzugte Verwendung bieten wir einer Vielzahl einheimischer Tierarten Nahrung und Lebensraum, da diese sich über Jahrmillionen aneinander angepasst haben – praktisch wie Schlüssel und Schloss. 

2. Dynamik und Veränderung: Statt Beeten, die jedes Jahr gleich aussehen, gibt es eher dynamische Lebensräume. Vielfalt und Veränderung sind erwünscht und werden durch entsprechende Pflege gefördert. 

3. Funktionsflächen als Lebensräume: Wege und Wände, Bänke oder Trockenmauern werden immer so angelegt, dass sie nicht nur uns Menschen dienen, sondern auch möglichst vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten.